Protokoll eines Skandals

28. August 2017
Die Sitzung des Jugendhilfeausschusses entscheidet, von einem zweiten Ausschluss des Vereins aus der Trägerschaft in der Jugendhilfe abzusehen. Die Beschlussvorlage (37 Seiten, PDF) wird ohne Gegenstimmen angenommen, siehe Sitzungsprotokoll.

29. Juni 2017
Der Vorsitzende Ritter antwortet in einem Schreiben auf die zweite Befragung. Obwohl sich die Fragen an alle Mitglieder des Vorstands persönlich richteten, antwortet nur Ritter im Namen des gesamten Vorstands.

8. Juni 2017
Nach einem öffentlichen Appell von Leo Watch schickt das Jugendamt einen zweiten Fragenkatalog an die Vorstände von Leo. Diese müssen bis zum 10. Juli 2017 schriftlich antworten. Weitere Informationen im Blogbeitrag.

3. April 2017
Der Verein antwortet auf den Fragenkatalog, Leo Watch veröffentlicht erstmals das Schreiben. Da jedoch keine Aussagen zu den Versuchen des Vereins vorliegen, Homosexuelle zu „heilen“, ist ein zweites Ausschluss-Verfahren unwahrscheinlich. Nähere Erläuterungen im Blogbeitrag. Laut einem Bericht der MZ vom 30. Mai weist die Verwaltung die Kritikpunkte zurück.

18. März 2017
Wie die MZ berichtet, wird das zweite Ausschluss-Verfahren gegen Leo e.V. vorbereitet. Der Verein muss bis zum 10. April einen Fragenkatalog beantworten. Auf dessen Basis wird geprüft, ob Leo e.V. erneut aus der Trägerschaft der freien Jugendhilfe ausgeschlossen wird. Leo Watch veröffentlicht das Schreiben des Jugendamts. Im Blogbeitrag wird es näher erläutert.

15. März 2017
Ein Fernsehbeitrag des Magazins MDR Exakt berichtet, dass der zweite Vorsitzende des Leo e.V. Stephan Brücker tatsächlich sogenannte Konversionstherapien anbietet. Das hatte dieses Blog bereits im Dezember 2016 enthüllt. Der Fernsehbeitrag macht die unwissenschaftlichen Pseudo-Therapieangebote durch die Aufnahmen aus einem Selbstversuch mit versteckter Kamera nochmal anschaulich.

27. Februar 2017
Die Bundesregierung antwortet auf die Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. Zum Fall Leo e.V. liegen ihr keine weiteren Kenntnisse vor. Allerdings schreibt sie zu Beginn, dass für die Ahndung von sogenannten Konversionstherapien die Ärztekammern und die Strafverfolgungsbehörden zuständig seien: „Werden Therapien angeboten, die geeignet sind, betroffene Menschen zu schädigen, sind gegebenenfalls die Ärztekammern oder Approbationsbehörden gefordert, im Einzelfall berufsrechtliche Schritte einzuleiten; gegebenenfalls müssen auch die Strafverfolgungsbehörden tätig werden.“

2. Februar 2017
Die Grünen-Fraktion im Bundestag stellt eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu sogenannten Konversionstherapien. Dabei geht es auch um Leo e.V, die Diagnose „ich-dystone Homosexualität“ und die Enthüllungen dieses Blogs. Die Frist für die Antwort der Bundesregierung beträgt 14 Tage.

8. Dezember 2016
Frist für die Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Halle läuft ab

5. Dezember 2016
Sitzung des Jugendhilfeausschusses beschließt, keine Berufung gegen Urteil des Verwaltungsgerichts zu Leo e.V. einzulegen. Stattdessen wird geprüft, ob neues Ausschluss-Verfahren möglich ist. (siehe Protokoll der Sitzung)
Mehr im Blogbeitrag.

1. Dezember 2016
Das Blog “Leo Watch” enthüllt neue Dokumente und Einzelheiten über die Arbeit des Vereins.

5. September 2016
Verwaltungsgericht Halle fällt Urteil zugunsten von Leo e.V.

  • Dokumente gehen am 8. November 2016 im Jugendamt ein
    • Niederschrift über den Verkündungstermin der 7. Kammer 5. September 2016
    • Protokoll der öffentlichen Sitzung der 7. Kammer vom 29. August 2016
    • Urteil auf die mündliche Verhandlung vom 29. August 2016
  • Medienberichte
    • 10. November 2016  MZ Sangerhausen veröffentlicht Artikel “Leo gewinnt vor Gericht”

15. Juli 2014
Bundestagsfraktion “Bündnis 90/Die Grünen” stellt Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu Vereinen, die Homoheiler-Seminare anbieten

19. Mai 2014
Leo reicht Klage gegen Landkreis Mansfeld Südharz vor dem Verwaltungsgericht Halle ein (Angabe laut Urteil des Gerichts)

5. Mai 2014
Landkreis erkennt Leo e.V. freie Trägerschaft ab (Beschlussvorlage des Jugendhilfeausschusses über Widerruf der Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe)

10. April 2014
Leo e.V. nimmt Berufung zurück und bittet in einem Schreiben um den Austritt aus Paritätischem Wohlfahrtsverband aus

1. April 2014
Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Sachsen-Anhalt stellten Kleine Anfrage an Landesregierung, insbesondere mit Auflistung finanzieller Zuwendungen vom Landkreis, Land und Bund

24. März 2014/28. März 2014
Leo e.V. legt Berufung gegen die Ausschluss-Beschlüsse des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und des Paritätischen Bildungswerkes ein.

26. März 2014
Der Paritätische schließt LEO aus

14. März 2014
Leo e.V. lädt zu Bürgerforum in Bennungen ein

31. Januar 2014
Debatte im Landtag von Sachsen-Anhalt

Unter dem Hashtag #homoheilergate wird der Fall auf Twitter kommentiert, überwiegend von Kritiker*Innen.
Auf Facebook formieren sich Unterstützer*Innen auf der Seite “Für Meinungsfreiheit und Toleranz – Unterstützung für Leo e.V.”

28. Januar 2014
ARD Fakt veröffentlicht einen Beitrag über Leo e.V.

Die Vorgeschichte und Fakten zum Verein finden Sie hier.

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