Fragen und Antworten

…zu dieser Veröffentlichung 

Wieso werden interne Dokumente des Vereins veröffentlicht?
Die Dokumente wurden dem Autoren des Blogs zugespielt. Aus der damaligen ausführlichen Berichterstattung über den Fall, der Debatte im Landtag von Sachsen-Anhalt und dem Gerichtsprozess ergibt sich ein hohes öffentliches Interesse an der Haltung des Vereins zu Homosexualität und deren sogenannter “Heilung”. Nach gründlicher Abwägung entschied sich der Autor zu einer Veröffentlichung der Papiere, die Auskunft über die Haltung des Vereins und seiner Mitglieder zur “Heilung” von Homosexualität” haben.
Die Recherche folgte der journalistischen Sorgfaltspflicht. Dem Verein Leo e.V. wurde vor der Veröffentlichung die Möglichkeit eingeräumt, sich zu den Dokumenten zu äußern. Außerdem ist die Veröffentlichung der Dokumente in journalistische Berichterstattung eingebettet.

Werden weitere Dokumente veröffentlicht?
Sollten noch mehr Dokumente auftauchen, die im Zusammenhang mit dem Fall Leo e.V. für relevant erachtet werden, kann eine weitere Veröffentlichung nach vorheriger Prüfung in Betracht gezogen werden.

…zum Thema Homosexualität und deren sogenannter “Heilung”

Kann man Homosexualität heilen? 
Der Weltärztebund hat jüngst im Jahr 2013 in einer Erklärung bekräftigt, dass es sich bei Homosexualität nicht um eine Krankheit, sondern um “eine natürliche Variation menschlicher Sexualität ohne innewohnende schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit” handle. Homosexualität wurde daher als Krankheit 1973 von der Diagnoseliste der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung gestrichen. Die Weltgesundheitsorganisation, die den weltweit am meisten anerkannten Diagnosekatalog ICD herausgibt, strich Homosexualität 1990 von dieser Liste.
Dagegen hätten “direkte und indirekte Diskriminierung, Stigmatisierung, die Zurückweisung von Gleichaltrigen und Mobbing […] eine ernsthafte Auswirkung auf die psychische und physische Gesundheit von Homosexuellen”, heißt es in der Erklärung des Weltärztebunds weiter.
Diese psychischen Auswirkungen durch Diskriminierung von außen können durch sogenannte Konversions- und Reparationstherapien, welche angeben, Homosexualität in eine asexuelle oder heterosexuelle Verhaltensweise konvertieren zu können, noch verschlimmert werden. Daher werde diese Methode von vielen professionellen Organisationen abgelehnt, weil Beweise für die Wirksamkeit fehlen würden.
“Der Weltärztebund verurteilt sogenannte Konversions- und Reparationstherapien. Diese stellen eine Verletzung von Menschenrechten dar und sind unverantwortliche Verfahren, die zu verurteilen sind und stattdessen Sanktionen und Strafen unterworfen werden sollten. Es ist unethisch für Ärzte, an jedwedem Teil dieser Prozeduren teilzunehmen.” (Übersetzung aus dem Englischen durch den Blogger)

Wie stark ist Homophobie verbreitet?
Als “Homophobie” bezeichnet man in der Psychologie eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion beziehungsweise Feindseligkeit.
Der aktuellen “Mitte-Studie” der Universität Leipzig aus dem Jahr 2016 zufolge finden es 40 Prozent der Befragten ekelhaft, wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssen. Rund 25 Prozent gaben darin an, dass Homosexualität unmoralisch sei. 36 Prozent der Befragten sagten, dass eine Ehe zwischen zwei Frauen beziehungswiese zwei Männern nicht erlaubt sein sollte.
Laut dem Sachsen-Anhalt-Monitor, einer Studie aus dem Jahr 2012, denken 14 Prozent der Befragten, dass eine Beziehung zwischen Personen gleichen Geschlechts unnatürlich sei. 13 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt gaben an, dass es gleichgeschlechtlichen Paaren untersagt sein solle, Kinder zu adoptieren.

Wo finde ich weitere Fachinformationen zum Thema Homosexualität?
Auf der Webseite des Begegnungs- und Beratungszentrums Lebensart e.V. aus Halle sind viele Studien und Fachinformationen zusammengestellt.

…zu anderen Berichten um sogenannte “Heilung” von Homosexualität

Welche Medienberichte sind empfehlenswert?

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